James Blunt trifft Karl Dall

Ich war heute beruflich in Hamburg unterwegs, als mich mein rechtes Auge anfing zu peinigen.
Ich bin Kontaktlinsenträger, harte Linsen, da kann es schonmal vorkommen, daß sich ein
Fremdkörper unverfrorener Weise hinter die Haftschale setzt und das Auge spontan zum
Karl-Dall-Gedächtnisauge mutiert. Das Auge beginnt dann mit seiner natürlichen Abwehr-
arbeit, es fängt an zu Tränen und wird dabei vom vielen Jucken noch rot. Das ganze legt
sich in der Regel aber irgendwann. Außer heute, es wurde immer schlimmer. Also hielt ich
am Wegesrand um die Linse zu entfernen und mit Spucke zu säubern, machen die meisten Träger so, man hat ja meist nichts anderes dabei. Ja, ich weiß, Frauen haben alles in der Handtasche.
Auf Delta-Radio lief gerade diese James Blunt Ballade, same mistake oder so, eigentlich unsäglich. Vorher lief noch Jimmy Eat World, also wat anständiges, also war der Lautstärke-Regler recht weit aufgerissen.
Da klopft es ans Fenster:“Wissen Sie wo hier die Hansenet ist?“ Der Passant schaute mir verwirrt durch das Fenster, laute Ballade und heulender Insasse mit Schniefnase. Wenn mein Auge tränt fängt auch meine Nase an zu laufen. Er wendete sich also langsam ab und sagte noch:“ Komm, is schon gut…“
Ich wollte ihm noch von der Diskrepanz zwischen Außenwirkung und innerem Zustand erzählen,
hätte ihn aber vielleicht abgeschreckt. Manchmal kommt man im Leben einfach falsch rüber 😉

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