Konzeptalbum

Björk bringt keine Alben mehr raus, sie sagt daß dieses Format ausgedient hat. Ihre neueste „Songsammlung“ bringt sie also konsequenterweise als App für alle relevanten Plattformen.
Für mich ist das ein ganz pragmatisches Problem. Will ich aus meinem normalen Player raus um in eine App zu gehen? Und wo lasse ich die ganzen Apps wenn mehr Künstler auf diese Idee kommen. OK, ich gebe es zu, alles keine Ausreden, warum soll man nicht aus den Songsammlungen ein Gesamtkunstwerk machen. Ist natürlich die Frage, ob alle so ein hermeneutischen Ansatz für ihre Kunst pflegen wollen. Bei Björk kommt es natürlich mittlerweile auf den Gesamtansatz an, sie hat sich eigentlich komplett von dem Albenkonzept entfernt.
Was möchte sie also erreichen? Frau Guðmundsdóttir war schon immer sehr geschäftstüchtig wenn ihr mich fragt. Sie hofft wohl, daß die Fans für das Album mit multimedialem Mehrwert in Form einer App mehr Geld ausgeben als die in den Flatwolken enthaltenen anderen Alben. Da kommt in Zukunft für den Künstler einfach nichts mehr rum.
Was soll ich also sagen?! Zuhause in der App versinken wenn sie gut ist, ansonsten ins Auto steigen, Album rein und der Dramaturgie eines guten Werkes folgen. Ich denke ich kann mich mit beiden Versionen anfreunden.
Und jetzt erstmal Crystalline aufreißen, bester Björk-Song seit langem…

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