Schule

Der folgende Inhalt ist nicht zwingend mit meiner eigenen Meinung gleichzusetzen. Im den folgenden Filmchen erklärt ein Neurologe warum unser Schulsystem veraltet ist, und warum aus der Funktionsweise unseres Gehirnes eine andere Art des Unterrichtes resultieren sollte. Gerald Hüther ist Neurologe und hat dadurch natürlich eine sehr wissenschaftliche Sicht auf unser Bildungssystem. Der Argumentationsstrang ist verkürzt der Folgende:
-> das jetzige Schulsystem kommt aus einer Zeit in der „Befehl und Gehorsam“ zwingend für die zu leistenden Aufgaben notwendig waren (Geh‘ in den Krieg und denke nicht darüber nach!)
-> funktional abgerichtete Menschen erfüllen nicht mehr die Anforderungen an die Komplexität unser jetzigen und zukünftigen Gesellschaft, es fehlt der neurologische Anreiz zur Weiterentwicklung, es ist Vergeudung von Potential
-> auf Grund der vielen Möglichkeiten kann nur eigene Motivation ein Kind dazu bringen zum Gestalter zu werden

Schulen der Zukunft:

Warum ist die Eigenmotivation so wichtig? Nur durch ein eigenes Belohnungssystem werden komplexere Leistungen überhaupt möglich. Das alte Schulsystem bietet diesen Motivatonsschub in der Regel aber nicht. Professor Hüther sagt: „Nur bei Begeisterung werden neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet.“ Erst dann bleiben gewonnene Erkenntnisse auch wirklich dauerhaft im Hirn hängen.
Auch interessant sind seine Ansichten zu den vielen Spielarten der frühkindlichen Förderung. Glaubt man seinen Ausführungen, machen Programme wie „Englisch Kurs für Babys ab dem 3. Monat“ wenig Sinn. Für das Kind ist da kein Sinn zu erkennen, etwas lernen was kaum Verwendung findet, dadurch fehlt die Eigenmotivation, dadurch bleibt kaum etwas im Hirn hängen.

Frühlernprogramme:

Also, die moderne Gesellschaft braucht aktive Gestalter. Deswegen ist es zwingend Notwendig, daß das Kind eigene Erfahrungen macht und sich dadurch motivieren kann. Diese Motivation sollte spätestens in der Schulzeit auch von Außen kommen, also durch die Schule. Eine Schule als Ort, an dem sich ein Kind sehr gerne Aufhält und Anreize schafft, sich Dinge anzueignen und zu gestalten. Wie das ganze im Alltag aussieht kann ich mir nur teilweise vorstellen, das heißt aber nicht, daß es nicht geht. Am Ende steht wohl wie immer die Frage, wie viel eine Gesellschaft in die Ausbildung investieren will. Ich wäre für viel.

Gerald Hüther ist Vorsitzender der SINN-Stiftung.

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Ein Gedanke zu “Schule

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