A Summers Tale

Ein Festival? Ehrlich jetzt?! Weißt du wie alt ich bin?!! Das Alter, in dem man die normalen Zustände auf einem Festival wie dem Hurricane oder ähnlichem von mir als menschenwürdig akzeptiert werden, ist eindeutig vorbei. Besoffene Jugendliche, die Nachts auf dein Zelt fallen, braucht niemand mehr mit 39 29.
Wenn mir da nicht von einem meiner Lieblingsdienste ein Auftritt von Sophie Hunger in erreichbarer Nähe zugespielt worden wäre, hätte ich vielleicht gar nichts mitbekommen vom „A Summer’s Tale“. Ah, sie tritt auf einem Festival auf, schade eigentlich. Ist den Aufwand dort hinzugehen eigentlich nicht wert. Aber ein Blick auf die a summers tale Homepage macht mich dann doch neugierig. „Kunst und Musik Live im Freien“, schnell wird klar, daß dieses Festival anders ist. Ich hatte schon von ähnlichen Festivals in Großbritannien oder den USA gehört. Das könnte man denn also mal wagen, Komfortcamping hörte sich ganz gut an, campen für Luschen sozusagen. Zack, Karten gekauft und ab dafür.

Ankommen war dann erstmal so eine Sache. Wir wollten am Abend vorher anreisen und sind auch losgefahren. Wir hatten schon so eine Befürchtung, denn das Wetter schien nicht mitmachen zu wollen. Es regnete in Strömen. Also sind wir tatsächlich wieder nach Hause gefahren, wer möchte schon sein Zelt im Regen aufbauen, das bekommt man nie mehr trocken und alle sind genervt. Diese Entscheidung stellte sich als richtig raus, am nächsten Morgen sind wir gut gelaut und bei gutem Wetter wohlbehalten angekommen und konnten in Ruhe aufbauen. Wer allerdings jetzt denkt, wir hätten für so ein Festival wenig dabei und würden auf Komfort verzichten, liegt falsch. Nicht mit uns. Wir hatten schon im Vorfeld „Komfortcamping“ gebucht, also gab es schöne Wege und Beleuchtung auf dem Platz, ausreichend Sanitäre Anlagen und gut gelaunte Security. 2 Tage später berichteten mir die Sicherheitsleute, daß sie sich langweilen würden. Normalerweise machen sie Festivals wie das Deichbrand oder das Hurricane und hätten dabei die ganze Zeit Stress. Auf dem Summers Tale wäre alles extrem peacig und kaum was zu tun. Sagt eine Menge über die Stimmung dort aus. Das Woodstock des Nordens 😉

Zum Programm gibt es unendlich viel zu sagen. Wir haben tolle Musiker gesehen, wir haben fantastische Kunst gesehen, wir haben super nette Workshops mitgemacht. Wir haben Theater gesehen, an Lesungen teilgenommen und die schönsten Mülleimer Deutschlands gesehen, auch die waren Kunstobjekte. Hier noch eine kleine Widmung von Heinz Strunk 🙂

heinzer_tale

Insgesamt stelle ich mir so ein Familienfestival vor, Stimmung super, tolles Essen von dörben Foodtrucks, Veranstaltungen für die Kids, „Deine Freunde“ live sind ja wohl voll cool! Gesehen und gehört: Sophie Hunger, Tori Amos, Yann Tiersen, Get Well Soon, Patti Smith, William Fitzsimmons, ZAZ und Nils Frevert. Da waren natürlich noch viel mehr, aber alles war unmöglich.
2016 kommen übriges Sigor Rós, das wäre schon seeehr geil, versuche mal die Familie zu überreden 🙂 Also falls noch jemand Lust hat…..

summerstale

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Ein Gedanke zu “A Summers Tale

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