Ein gutes Jahr

Ok letztes Jahr, du warst ja mehr so Endgegner, vom Weltgeschehen möchte ich gar nicht anfangen, das sei dahingestellt. Nein, das Leben steuerte mich direkt in die Endverwirrung, zur daueranstrengenden Anwesenheit der Gegenwart addierte sich ein Gefühlschaos aus dem Superior-Segment.

So beschrieben die letzten Monate eine Geschichte über Sand im Getriebe, das Ende einer Ewigkeit, vielleicht nicht für das Universum, denn das kennt diese Geschichte schon zur Genüge und ist sicherlich gelangweilt von derlei Nichtigkeiten. Nein, für mich. Für mich als Einschnitt, als Eintritt in eine Sinnkrise. Tage, die etwas teilen, in ein davor und danach.

Manchmal bin ich so müde, es übermannt mich. Dann bin ich voll von Ideen, es gibt so viel zu tun. Aber müde alles zu definieren. Sollen das Andere machen. I’m with the band, lasst mich durch.

Ein gutes Jahr

und ich dachte ich hör’ dich, ich schwör’ ich hab’s versucht

die ganze Zeit

hör’ mich sagen, es stand ein Raum in meinem Leben für dich bereit

dir nichts nachzutragen, nichts zu beklagen, doch 1 Jahr geht schnell vorbei, wenn man wartet und kein Licht fällt rein

 

und jeder weiß, daß auf dein Geheiß

mich jemand nach Hause bringen kann

mich jemand nach Hause bringen kann

und all die Wunden erzählen uns vom fallen

so bleibt die Erkenntnis, es hat uns viel gefallen

 

und so war’s immer noch ein gutes Jahr,

jetzt wird es mir klar, ein gutes Jahr

 

alles gesagt, alles getan, ich habe keine Fragen mehr

dieser Moment indem ich begreif’, lässt vermuten du bist genauso leer


ein gutes Jahr, jetzt wird’s mir klar

das war ein gutes Jahr

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4 Kommentare zu „Ein gutes Jahr“

  1. Dein Geburtstag, René?
    Wir haben uns längst viele Floskeln abgewöhnt, aber… G^3 sollst Du sein: gesund, geliebt und glücklich 😉

    1. Liebe Linda,

      mein Geburtstag ist im August, ich meine nur das (fast) abgelaufene Jahr. Oder worauf spielst du an? Danke für deine Floskel, gesund bin ich. An dem Rest scheitere ich, aber hey, die Leute lieben Scheitern. Das lässt mich volksnah erscheinen 🙂

      „Ich habe noch nie in meinem Leben das Adjektiv ‚figelinsch‘ benutzt 🙂 ‚Hanebüchen‘ auch nicht. ‚Reinverlübbert‘ kennt keines meiner Wörterbücher, Duden eingeschlossen. Mehr, mehr! Gib mir mehr! Ich schreibe alles auf.“ Bin ich ja froh, daß ich dir noch 2 Worte mit auf den Weg geben konnte, das Letztere kannst du garnicht kennen, das ist eine Eigenkreation. Eine dämliche zugegebenermaßen, der Versuch einer Verniedlichung des Verbes verlieben. Habe nie behauptet, das sei eine gute Idee.

      „Du hinterlässt bei mir so viele Fragen. Das mag ich glaube ich. – Welche denn? Mach mir ein Kompliment; I’m such an attention whore.“ Will dich ja jetzt nicht zu sehr loben, aber ich vermeinte schnell deinen Hang und die Freude zum Spiel mit den archetypischen Merkmalen der Geschlechter zu erkennen. Das macht sicher das gewisse Etwas deiner Texte aus. Ich habe jedenfalls kaum Fragen, wenn jemand über langweilige Dinge schreibt. Ist das schon genug „attention“? Ich mag doch selber gerne die sich in einigen Teilen der Gesellschaft auflösenden Rollenbildern meine Aufmerksamkeit schenken. Wie siehst du das? Ist das eigentlich erstrebenswert. Ich behaupte dann ja immer, daß der Zugewinn bei Erweiterung meines eigenen Männerbildes immens ist, und bereichert. Wohl wissend, daß das aber auch wirklich nur in meiner Social-Peers-Blase passiert und in vielen anderen Teilen der unterschiedlichen Gesellschaften weit von der Lebensrealität abweicht. Oder scherst du dich schlichtweg nicht darum? Du hast wahrscheinlich eh deine eigene Welt der Wahrnehmung von Beziehungsrollen. Klingt ein bißchen fies, soll aber überhaupt garnicht. Sehe ich als ein Zeichen von Stärke. Ein Harvey Weinstein oder die ganzen anderen hätten es sicher schwer bei dir. Was mir aufgefallen ist, eine Methode, der Zuneigung der Damen habhaft zu werden, ist es, sich nackt oder nur mit Unterbutz bekleidet, im eigenen Büro zu warten und das Objekt der Begierde zu sich kommen zu lassen. Ich meine, seriously?!! Welche der Männer erwartet wirklich eine positive Reaktion auf dieses Szenario?! Ich bin wohl wie häufig zu naiv, um das Kalkül hinter derlei Aktionen verstehen zu können. Ich schweife ab.

      Danke für deine Worte.

      Gruß

      René

  2. Ich habe auf Deinen Text auf Instagram angespielt, aber er lässt ja auch viel Raum für Interpretationen. Kryptische Botschaften erschließen sich vollkommen dem Verfasser und den Eingeweihten. Vor zwei Jahren starb ein Mensch, der Dir wichtig war, und das ist sein zweiter GT ohne ihn. Richtig so?

    ich vermeinte schnell deinen Hang und die Freude zum Spiel mit den archetypischen Merkmalen der Geschlechter zu erkennen – Bitte! Ich bin eine seriöse Frau und meine jedes Wort ernst. Lustig, dass ich früher im Runet dafür angefeindet wurde. Ich? Absichtlich provozieren? Was sollte denn an der Schlagzeile „Frau, bedenke: ohne Mann bist du nichts!“ provokant sein? Eine empörende Unterstellung.

    daß der Zugewinn bei Erweiterung meines eigenen Männerbildes immens ist – evolution in progress 🙂 Letztendlich kannst Du wirklich nur Dich verbessern und Deine Weltanschauung an die Kinder weiterleiten, die sie wahrscheinlich ablehnen werden. Teilst Du die Ansichten Deiner Mutter? Ich nicht.

    Ein Harvey Weinstein oder die ganzen anderen hätten es sicher schwer bei dir. – Wenn Du nur wüsstest. Dass die Frauen wie Sexpuppen behandelt wurden und werden, ist einfach entsetzlich, widerlich und skandalös. Männer mit Macht (wie Clinton z.B.) wiegen sich in Sicherheit. Sie kommen auch meistens unbestraft davon. Und deren Opfer stellt man an den Pranger (Lewinsky).

    Sagt Dir der Name Anthony Wiener was? Lies mal seine Geschichte. Was läuft bei ihm falsch? Job weg, Frau und Kind weg, jetzt eine Gefängnisstrafe. Männer sind manchmal dümmer als dumm. Nicht aufregen. Frauen auch.

    Fremde Männer, die ich nie nackt sehen wollte, rufen bei mir blödes Gekichere oder lautes Gewieher hervor. Ich bin unreif *seufz*

    G^3 gönne ich Dir auch so, als Geschenk unter den Weihnachtsbaum.

    1. Liebe Linda,

      kaum 900drölfzig Tage später antworte ich auch schon! Da kann man nicht meckern. Ich mochte immer mehr die kryptischen Botschaften, du nicht? Du kannst einem anderen Menschen sagen: „Du bist schön.“ Oder: „Du bist das Licht in meiner Kanalisation.“ Gut, das Letztere ist jetzt auch nicht sehr kryptisch, aber kurz stockt man und baut Bilder in seinem Kopf. Das ist doch viel besser. Und ja, da ist ein für meine Kinheit bestimmender Teil gestorben, hat mich sehr zum nachdenken gebracht. Und außerdem vergesse ich immer, daß auf dem Blog meine letzten Instagram-Bilder sind. Oder bist du da doch?
      „Früher im Runet..“, das klingt irgendwie verwegen. Aber das macht sicher nur meine merkwürdig westliche Sozialisierung. Da war provozieren aber auch sicher nicht schwierig. Versuche mal auf Instagram zu provozieren, das geht überhaupt nicht. Höchstens mit dem Abschluß eines Bausparvertrags oder wenn man keine Vans trägt.
      Klar kenne ich die Geschichte von Weiner. Eigentlich ein Mann mit zum Großteil vernünftigen politischen Ansichten. Wenn jemand von der NRA mit der Note F bewertet wird, dann kann der nicht so schlecht sein. Und dann hat er diese andere Seite, völlig irrational. Ich will mich da garnicht drüber stellen, wir sind ja alle hin und wieder mal irrational und ambivalent. Aber in seiner Position mehrmals mit dem gleichen dämlichen Sexting aufzufallen, das ist schon eine Leistung. Man möchte ihm nacheifern. Warum nicht mal mutwillig die Dinge kaputt machen? Aber das ist ein anderes Thema.
      „Fremde Männer, die ich nie nackt sehen wollte, rufen bei mir blödes Gekichere oder lautes Gewieher hervor.“ Wieviele Männer möchtest du denn nackt sehen? Ansonsten kicherst und wieherst du eine ganze Menge. Und das wäre ein schönes Bild.
      Hoffe du hattest schöne Weihnachten. Ich wünsche dir und deinen Lieben einen guten Rutsch!

      Gruß

      René

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