Wachstumsschmerz

In vielen öffentlichen Diskussionen vergessen wir heute etwas ganz Bestimmtes: Den Weg, den jeder einzelne zurückgelegt hat. Um dort zu sein, wo er in dem Moment steht. Das ist manchmal nicht genug, aber doch wichtig um zu verstehen. Natürlich bedeutet das nichts bei radikalen Positionen, aber dort wo man einfach nur weit auseinander liegt.

Ich höre denen zu, die den Anschein machen, sich vom momentanen Standpunkt weg bewegen zu wollen. Es kann erstmal offen sein wohin, aber stehen bleiben führt zu nichts. Ohne außen, kein innen. Wenn du nicht gerade Kaspar Hauser bist, ist dein innen nur ein weiteres außen. Sinnlos also sich dem Neuen zu verschliessen, es nicht für möglich zu halten, den Blickwinkel auf die Dinge verändern zu können. Manchmal nur ein kleines Stück, eine leichte Kurskorrektur mit Sicht auf das was kommen mag. Die Dinge, die ich noch vor einem Jahr für richtig gehalten habe, können noch gelten, aber sie scheinen glaubwürdiger wenn sie auf das Jetzt angepasst sind.

Wie sehr ich es zu schätzen weiß mittlerweile. Wenn die Menschen um mich herum die Demut zeigen, die es braucht, um sich nicht als Mittelpunkt der Geschehnisse zu sehen. Sich die Zeit nehmen, den eigenen Standpunkt immer wieder zu reflektieren, es für möglich halten, vielleicht nicht richtig zu liegen. Mit diesen Menschen möchte ich gehen, sie werden den Antworten am nächsten kommen.

Meine Gedanken reisen langsam hinterher.

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