Top 5 2018

It’s that time of the year again! 2018 hat mir musikalisch gefallen. Habe mich verliebt. Vor allem in Boygenius und auch die Alben der Mitglieder dieser „Supergroup“. Phoebe Bridgers hatte es schon 2017 mit rein geschafft. „Stranger in the Alps“ hat mich immer noch nicht verlassen und besteht den Zeittest, ein Album das in meinem Leben bleiben wird. Und dann habe ich mich auch noch in Julien Baker verliebt.  „Turn out the lights“ ist so wunderschön in seiner Traurigkeit, daß es eine Freude ist. Und dann ist da noch Lucy Dacus. Die ist erst sein kurzem für mich in Erscheinung getreten. Welch zeitlose Eleganz ihr Album „Historian“. Ich hoffe wirklich, sie machen zusammen ein weiteres Album. Hoffnung!

Dann fange ich mal an…..

Boygenius

Eigentlich ja schon alles gesagt oben. Ich lasse das denn mal wirken. Ist eine EP, gibt also keine Ausrede die mal eben nebenbei zu hören. Word.

Noah Gundersen

Ja, ich weiß , „White Noise“ ist Ende 2017 erschienen. Aber das Album war für mich 2018 so präsent wie nur wenige andere. Ein Rock-Album, so kann man das wohl nennen. Neu erfinden wird da nichts. Aber die emotionale Wucht und Dynamik dieses Albums ist unfassbar einnehmend. „How many times, how many times will you shit on what you’re given?“ Selbstzweifel, Liebe und Leidenschaft. Ja, ich weiß, sehr präzise, aber darum geht es eben. Als Video hier drunter, seine Collabo mit Phoebe. Sorry, musste sein.

Kat Frankie

Das hat nicht ganz so lange gedauert wie bei Denede mit dem neuen ALbum, aber schon eine ganze Weile. Und dann ist es gekommen. Und es steckt viel Liebe zum Detail drin. Das ist für mich auch Pop 2018. Schreckt nicht vor dem Mainstream zurück, ist aber doch viel mehr als das. Und dann habe ich noch meine eigene Geschichte mit ihr. Ich war auf dem Rückweg auf einer langen Fahrt mit dem Auto und bekam vom Handy angezeigt, daß sie in Bremen den Abend spielt. Es war unendlich viel Verkehr auf der ganzen Strecke, aber ich war kurz vor Bremen und bin einfach runter gefahren. Und habe dann auch noch eine der letzten Karten bekommen. Ein so schönes Konzert, komplett spontan. Allein deswegen gehört sie hier hin.

Courtney Barnett

Und dann gab es auch noch eine neues Album von Courtney. „Sometimes I sit and think…“ habe ich geliebt wegen seiner Energie und der wahnsinnig guten Texte.  „Tell me now…“ ist auch sehr gut. Die Texte sind persönlicher, aber immer noch voller wunderschöner Zeilen. Habe ich oft gehört.

Sophie Hunger

Sophie wird langsam zur Lebensbegleitung. Sie kann wirklich nichts falsch machen, so der Anschein. Auch „Molecules“ hat keinen schlechten Song drauf. Faszinierend. Diesmal sehr elektronisch, sie hat sich offensichtlich Spielzeug gekauft. Und trotzdem hat das Songwriting nicht darunter gelitten. Das erste Konzert dieses Zyklus habe ich jetzt auch schon gesehen. War sehr gut, wie immer, bin aber sehr gespannt wie es sich entwickelt. Möchte sie 2019 nochmal sehen. Anhören!

Lennon Stella

Nochmal Pop. Wie immer auch ein „Neuer“ Artist als Tipp. Lennon Stella kannte man als YouTube Kombo mit ihrer Schwester Maisy und aus der schwülstigen Serie Nashville. War klar, daß sie ihre eigene Karriere startet. Und, surprise, da wird sehr viel richtig gemacht. Sie kommt aus einer Musiker-Familie. Das macht sich bemerkbar. Es wird auf Qualität gesetzt. Die bisher erschienene EP „Love, me“ ist voll von Ohrwürmern und ihre Stimme und wie sie die Melodien singt, macht leicht süchtig. Ich bin gespannt. Hoffentlich wird es nicht zu poppy, sie hat Potential.

Billie Eilish

Der Visual Tipp des Jahres geht für mich an Billie Eilish. Da wurden so viel gute Videos gemacht, das ist schon bemerkenswert. YouTube und ab dafür. Wenn man sich drauf einlässt, gibt es einiges zu entdecken. Artist to watch!

 

Advertisements

Together Alone

Album Fave Zeit! Gegen Pop hatte ich eigentlich nie was, also nicht den aus der Dose, sondern guten und zeitlosen. Gibt wenige Bands die das so für mich verkörpern wie Crowded House. Ihr erstes Album erschien schon 1986 und war trotz dem Versuch amerikanischer zu klingen eher zeitgeistig. Schon ab dem zweiten Album schafften sie den Absprung, was zur Folge hat, daß man die vielen Songs seitdem als ausgenommen zeitlos beschreiben kann. Mit diesem Schritt werden sie relevant. Bei Crowded House geht es um Songwriting im eigentlichen Sinne. Funktionierte damals, funktioniert heute, es gibt gar nicht so viele Bands über die man das sagen kann. Together Alone bringt es auf den Punkt, verliere mich heute noch in dem Album. Tut euch einen Gefallen und hört es euch unvoreingenommen an. Man wird belohnt.

Track by Track:

„Kare Kare“ – Der erste Song des Albums, benannt nach dem Strand an dem das Haus steht. Dort wo der größte Teil der Songs entstanden sind und aufgenommen wurden. Ein Song wie das anlandende Wasser an einem Sommerstrand. „We left a little dust on his persian rug.“

„In My Command“ – „I would love to trouble you in your time of need. Lose your way, it’s a pleasure when you’re in my command.“ Mein heimlicher Favorit, G G7/F C/E Dm Dm7/C, da brichste doch zusammen, wer schreibt denn sowas?!! Neil Finn ist der Größte!

„Nails in My Feet“ – Wieder so ein Songwriting-Hammer, ich knie nieder vor so viel Talent. „Sit like a lap dog on a matron’s knee, wear the nails on your feet.“

„Black and White Boy“ – Einer von 3 Rock-Songs auf dem Album, ich vernachlässige das.

„Fingers of Love“ – „Colour is its own reward“

„Pineapple Head“ – Wie kann man das so schreiben? Wiederhole ich mich?

„Locked Out“ – Happy Rock kann auch gut sein.

„Private Universe“ – Lustige Instrumente und Klänge, alleine dieser Strophen Beat, verrückt.

„Walking on the Spot“ – Hach.

„Distant Sun“ – „Seven Worlds will collide, whenever I’m by your side..“ Viel Metaphorik in dem Text. Wieder eine Pop-Perle deluxe.

„Catherine Wheels“ – Großes Songwriting, unendlich schön, ungewöhnliche Akkordstruktur, mit offenem Ende. Puh.

„Skin Feeling“ – Rock-Song von Paul Hester, dem Ex-Drummer, Gott habe ihn selig.

„Together Alone“ – Pure Schönheit nochmal am Ende, Crowded House zahlt Tribut an die Heimat Neuseeland.

All die YouTube Videos sind Schrott oder nicht aussagekräftig, also am Schluß ein Live-Video vom Farewell Konzert 1996. Unkaputtbar.

Entschuldige mich für die Qualität der Videos, aber so lang sich GEMA und YouTube nicht einigen wird es nicht besser werden.
Aber das ist ein anderes Thema.