Harmonie

„Harmonische Systeme sind dumme Systeme! In der Natur entstehen neue Ordnungsmuster immer aus Widerspruch, nicht aus Harmonie.“ – Professor Peter Kruse

Diese Symmetrie zwischen Glück und Unglück ist manchmal schwer zu ertragen. Wenn es eng wird zwischen den Polen und die Szenerie zu kippen droht. Wenn die Gravitation der Situation dich in eine nicht erwartete Richtung zieht. Dann mache ich die Augen zu und gehe Schritt für Schritt, mit der Hoffnung, daß es schon gut gehen wird.

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Songs für den andersbegabten Liebhaber

Kaum ist die erste Hälfte von 2018 fast um, habe ich das Jahr 2017 in einer EP verpackt auf die Reise geschickt. Songs beschreiben einen Moment. Die meisten können zwar eine übertragende Bedeutung erhalten die auch längerfristig von Geltung ist, die ursprüngliche Intention geht aber in der Regel verloren. Sie hatte Gültigkeit, in der einen Situation, an dem einen Tag. So auch die folgenden Lieder. Wenn ich sie höre, dann erinnere ich mich an das Gefühl in diesem Augenblick. Dann freue ich mich, daß ich es festgehalten habe, und das jetzt alles anders ist. Nicht besser, nicht schlechter, einfach anders. Alle Songs sind in Eigenarbeit in den wenigen Stunden Zeit, oft als Nachtschicht, entstanden. Schnell und roh und ohne viel auf Hochglanz polieren. Sie sollen einfach meine Erinnerung sein. Wenn ich das nächstes Jahr zum gleichen Zeitpunkt nochmal schaffe, bin ich gut. Es gibt sie auf allen großen Plattformen, iTunes, Amazon, Deezer, Tidal, iHeart Radio usw. Vielleicht hört ihr ja mal rein. Letzten Monat habe ich mit Streams 2,87$ verdient, *schreib Kündigung*……

Alles geht

und wenn du mich fragst:”willst du gehen?”
dann schau ich dich an und versuch zu verstehen
was ebend noch war, ist längst nicht mehr da
negiert sich jetzt selbst und kommt nie mehr nah

es ist doch so, wir wollen bestehen
im grunde der antwort, suchend, entlehnen
was flüchtig wie gas, sich langsam entwindend,
verschwindet und stets doch die schatten bindet

Ich halt’s schon lang nicht mehr fest
alles geht, alles geht
was groß war und langsam in vergessenheit gerät
alles geht, alles geht

ich nehme die spur, nehm’ jetzt das vage
nehme mir die angst, den ernst der lage
was du versuchst dir fern zu halten
versuch ich von nun an in demut zu verwalten

Und dann im Moment, du drehst dich weg
Kann dich nicht finden, ich such dein Versteck
Kommt die Erkenntnis, ich kann sie sehen
Wenn du etwas liebst, dann lass es gehen

Ein gutes Jahr

Ok letztes Jahr, du warst ja mehr so Endgegner, vom Weltgeschehen möchte ich gar nicht anfangen, das sei dahingestellt. Nein, das Leben steuerte mich direkt in die Endverwirrung, zur daueranstrengenden Anwesenheit der Gegenwart addierte sich ein Gefühlschaos aus dem Superior-Segment.

So beschrieben die letzten Monate eine Geschichte über Sand im Getriebe, das Ende einer Ewigkeit, vielleicht nicht für das Universum, denn das kennt diese Geschichte schon zur Genüge und ist sicherlich gelangweilt von derlei Nichtigkeiten. Nein, für mich. Für mich als Einschnitt, als Eintritt in eine Sinnkrise. Tage, die etwas teilen, in ein davor und danach.

Manchmal bin ich so müde, es übermannt mich. Dann bin ich voll von Ideen, es gibt so viel zu tun. Aber müde alles zu definieren. Sollen das Andere machen. I’m with the band, lasst mich durch.

Ein gutes Jahr

und ich dachte ich hör’ dich, ich schwör’ ich hab’s versucht

die ganze Zeit

hör’ mich sagen, es stand ein Raum in meinem Leben für dich bereit

dir nichts nachzutragen, nichts zu beklagen, doch 1 Jahr geht schnell vorbei, wenn man wartet und kein Licht fällt rein

 

und jeder weiß, daß auf dein Geheiß

mich jemand nach Hause bringen kann

mich jemand nach Hause bringen kann

und all die Wunden erzählen uns vom fallen

so bleibt die Erkenntnis, es hat uns viel gefallen

 

und so war’s immer noch ein gutes Jahr,

jetzt wird es mir klar, ein gutes Jahr

 

alles gesagt, alles getan, ich habe keine Fragen mehr

dieser Moment indem ich begreif’, lässt vermuten du bist genauso leer


ein gutes Jahr, jetzt wird’s mir klar

das war ein gutes Jahr

Die Suche

Hier eine Aufnahme, schnell und dreckig, wie immer, von einem Song den ich für den Songslam in der Songbude geschrieben habe. Mein erster Country-Versuch 🙂 Bin ja bekanntlich vor nix fies.

Die Suche

Ich vergesse jetzt die Liebe, bis sie mich haltlos wiedererkennt.

Werde leugnen wenn sie mich fragt, lügen wenn sie Ross und Reiter benennt.

Für einen langen leisen Moment, wenn sie furchtlos und vehement,

ihren Willen zeigt, dich gar glauben lässt, sie wär nicht dekadent.

 

Also warum vermisse ich dich nicht?

Ich suche dich nur wenn du schon bei mir bist.

Und warum vermisse ich dich nicht,

ich frage dich wenn der Mut mich vergisst.

 

und jetzt bleibt mir auch nur warten,

hier ist nichts als müdes denken

ich könnte allmählich, suchend lenken,

am Ende doch nur uns beide kränken.

Wenn ich jetzt also lieber nichts sag’,

heißt das nicht nicht, dass ich dich nicht mag.

Es ist nur, ich fühl’ die Worte und die Jahre,

drehe mich um, und verneine das Offenbare.

 

Also warum vermisse ich dich nicht?

Ich suche dich nur wenn du schon bei mir bist.

Und warum vermisse ich dich nicht,

ich frage dich wenn der Mut mich vergisst.

 

Ich vergesse jetzt die Liebe, bis sie mich haltlos wiedererkennt.

Werde leugnen wenn sie mich fragt, lügen wenn sie Ross und Reiter benennt.

alles ändern

Neues Jahr, neuer Song. „Four-to-the-floor“-Beat, wollte ich immer mal machen. Mit so wenig Schnick-Schnack wie eben geht.

alles ändern

Wovor hast du Angst?
Alles passiert, wie es passiert, wie es passiert.
Und jetzt denke nicht mehr daran.
Es liegt nicht in deiner Hand, deiner Hand, deiner Hand.
Du bist wieder gerannt.
Hast versucht zu lenken und nichts wiedererkannt.

Und für das Herz ist das Leben einfach.
Es schlägt solang es eben kann.
Doch was immer du jetzt sagst,
ich weiß, daß sich noch alles ändern kann.

Alles scheint hier so fremd.
Bist hier 1000 Mal gewesen.
Und jetzt willst du hier weg.
Denn alles riecht, alles riecht, alles riecht.
Du suchst neues Land.
Da vorne funkelt es so schön, du willst es sehen.

Vor, zurück, ich fühle kein Ziel.
Vor, zurück, ich will nicht viel.

Vorsätze 2017

Hahahaha! Ich mache das jetzt. Ich gebe mir gute Vorsätze für das kommende Jahr. Vorsätze und Herausforderungen die es zu erfüllen gilt.

– mehr ordnen, Spontanität will gut überlegt sein
– eine druckbare Zeile jeden Tag, also für neue Songs
– ein Album als App im Store und in den Streaming-Portalen
– Musikvideo für eigenen Song machen, wer macht mit?
– eine neue Jobkompetenz jede Woche
– ein neues Buch jeden Monat lesen
– Buch fertig schreiben, Hälfte ist fertig. Lektor finden, der einem erzählt, daß man aber mal so gar keine Ahnung hat. Also vielleicht eher Ziel für 2018
– Jeden Tag auf Blendle.com oder perspective-daily.de gehen und 1 guten Artikel finden…und Geld dafür zahlen
– gezielt gute Nachrichten raussuchen, aber trotzdem informiert bleiben
– roten Anzug kaufen und wie ein Idiot aussehen, weil ich so einen will!
– #Bitchbody2017 – Challenge wegen Fokus und so. Verspreche auch keinerlei Fotos von mir zu posten, falls es klappt
– Schreib es auf!
– Mach es, weil du es willst, weil die Welt in komische Richtungen gleitet und du dem etwas entgegensetzt. Nicht, weil es irgendjemand anderes hören, sehen oder gut finden soll. Nicht weil ich die Welt retten kann, nur mich und ein klitzekleines bißchen mein Umfeld

So, ein fucking Steilpass dies ist. Und vielleicht trifft er sein Ziel. Wenn nicht, gebe ich es zu. Glaube ich. Eventuell. Unter Umständen. Wenn die Hölle überfriert.
Die wichtigen Ziele verrate ich sowieso nicht.

freigeben

freigeben

Atme ein, atme aus.

Wenn du’s schaffst, dann gibt’s Applaus.

Der Moment gehört dir allein.

Nichts so klar, nichts so rein.

Augen auf, Augen zu.

Du schaust vorbei, bin nicht wie du.

Ich lasse gehen, ich bin bereit.

Es ist die Demut, die befreit.

 

Weil du nicht trägst und weil du bleibst,

weil du schweigst, bist du allein.

Ich öffne die Arme, lass’ mich fallen,

ich lös’ mich auf und geb’ dich frei, ich geb’ dich frei.

 

Ich ruf’ deinen Namen, hol’ mich da raus.

Die Wucht begräbt, das Licht geht aus.

Du siehst in mir was du sehen willst.

Ich seh’ in dir was ich sehen will.

Das geht vorbei, du wirst schon sehen,

wir waren mehr als ein Versehen.

Doch frag mich heute und ich lass gehen,

kann dem Gedanken nicht widerstehen.