Ein gutes Jahr

Ok letztes Jahr, du warst ja mehr so Endgegner, vom Weltgeschehen möchte ich gar nicht anfangen, das sei dahingestellt. Nein, das Leben steuerte mich direkt in die Endverwirrung, zur daueranstrengenden Anwesenheit der Gegenwart addierte sich ein Gefühlschaos aus dem Superior-Segment.

So beschrieben die letzten Monate eine Geschichte über Sand im Getriebe, das Ende einer Ewigkeit, vielleicht nicht für das Universum, denn das kennt diese Geschichte schon zur Genüge und ist sicherlich gelangweilt von derlei Nichtigkeiten. Nein, für mich. Für mich als Einschnitt, als Eintritt in eine Sinnkrise. Tage, die etwas teilen, in ein davor und danach.

Manchmal bin ich so müde, es übermannt mich. Dann bin ich voll von Ideen, es gibt so viel zu tun. Aber müde alles zu definieren. Sollen das Andere machen. I’m with the band, lasst mich durch.

Ein gutes Jahr

und ich dachte ich hör’ dich, ich schwör’ ich hab’s versucht

die ganze Zeit

hör’ mich sagen, es stand ein Raum in meinem Leben für dich bereit

dir nichts nachzutragen, nichts zu beklagen, doch 1 Jahr geht schnell vorbei, wenn man wartet und kein Licht fällt rein

 

und jeder weiß, daß auf dein Geheiß

mich jemand nach Hause bringen kann

mich jemand nach Hause bringen kann

und all die Wunden erzählen uns vom fallen

so bleibt die Erkenntnis, es hat uns viel gefallen

 

und so war’s immer noch ein gutes Jahr,

jetzt wird es mir klar, ein gutes Jahr

 

alles gesagt, alles getan, ich habe keine Fragen mehr

dieser Moment indem ich begreif’, lässt vermuten du bist genauso leer


ein gutes Jahr, jetzt wird’s mir klar

das war ein gutes Jahr

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Die Suche

Hier eine Aufnahme, schnell und dreckig, wie immer, von einem Song den ich für den Songslam in der Songbude geschrieben habe. Mein erster Country-Versuch 🙂 Bin ja bekanntlich vor nix fies.

Die Suche

Ich vergesse jetzt die Liebe, bis sie mich haltlos wiedererkennt.

Werde leugnen wenn sie mich fragt, lügen wenn sie Ross und Reiter benennt.

Für einen langen leisen Moment, wenn sie furchtlos und vehement,

ihren Willen zeigt, dich gar glauben lässt, sie wär nicht dekadent.

 

Also warum vermisse ich dich nicht?

Ich suche dich nur wenn du schon bei mir bist.

Und warum vermisse ich dich nicht,

ich frage dich wenn der Mut mich vergisst.

 

und jetzt bleibt mir auch nur warten,

hier ist nichts als müdes denken

ich könnte allmählich, suchend lenken,

am Ende doch nur uns beide kränken.

Wenn ich jetzt also lieber nichts sag’,

heißt das nicht nicht, dass ich dich nicht mag.

Es ist nur, ich fühl’ die Worte und die Jahre,

drehe mich um, und verneine das Offenbare.

 

Also warum vermisse ich dich nicht?

Ich suche dich nur wenn du schon bei mir bist.

Und warum vermisse ich dich nicht,

ich frage dich wenn der Mut mich vergisst.

 

Ich vergesse jetzt die Liebe, bis sie mich haltlos wiedererkennt.

Werde leugnen wenn sie mich fragt, lügen wenn sie Ross und Reiter benennt.

alles ändern

Neues Jahr, neuer Song. „Four-to-the-floor“-Beat, wollte ich immer mal machen. Mit so wenig Schnick-Schnack wie eben geht.

alles ändern

Wovor hast du Angst?
Alles passiert, wie es passiert, wie es passiert.
Und jetzt denke nicht mehr daran.
Es liegt nicht in deiner Hand, deiner Hand, deiner Hand.
Du bist wieder gerannt.
Hast versucht zu lenken und nichts wiedererkannt.

Und für das Herz ist das Leben einfach.
Es schlägt solang es eben kann.
Doch was immer du jetzt sagst,
ich weiß, daß sich noch alles ändern kann.

Alles scheint hier so fremd.
Bist hier 1000 Mal gewesen.
Und jetzt willst du hier weg.
Denn alles riecht, alles riecht, alles riecht.
Du suchst neues Land.
Da vorne funkelt es so schön, du willst es sehen.

Vor, zurück, ich fühle kein Ziel.
Vor, zurück, ich will nicht viel.

Die Distanz

 

Die Distanz II

ich gehe raus, lasse die kalte Luft die Zellen fluten
schließe die Augen, atme aus, dieses Jahr lässt mich bluten
dann laufe ich los, treibe die Wege vor mir her
bleibe jetzt stehen, die Anderen fragen bald nicht mehr
es ist schon komisch, was die Leute heute von mir wollen
ich war ein Stein, und bin bereit jetzt wieder los zu rollen

vor mir bricht alles zusammen, ich bin hier
vor mir ist jetzt Platz und ich komme und renovier’

vergib mir die Distanz,
von hier an gehe ich allein, von hier an will ich nicht mehr mit dir sein
vergib mir die Distanz,
der Schmerz bleibt immer ein Teil von mir und solange ich es will bleibt er hier

Weil ich nicht glauben will, bin ich doch lieber still
da kommt der Wal und wir sind alle alle klein wie Krill
weil ich jetzt sehen kann, weil ich verstehe wann
tauche ich ab, atme ein und lass die Liebe ran

vor mir bricht alles zusammen, ich bin hier
vor mir ist jetzt Platz und ich komme und renovier’

vergib mir die Distanz,
von hier an gehe ich allein, von hier an will ich nicht mehr mit dir sein
vergib mir die Distanz,
der Schmerz bleibt immer ein Teil von mir und solange ich es will bleibt er hier

Spaltprodukt

….und sie spalten immer weiter…. Habe einen Anti-Wutbürger-Song geschrieben. Einen „hört auf uns weiter auseinander zu dividieren“-Song. Musste mal sein. Schuld sollen die haben, die erst seit kurzem hier sind. Unlogisch, einfach nur unlogisch. Und Politik koppelt sich immer mehr von der Realität ab, den Geringverdienern droht die Altersarmut, die sollen laut Bundesregierung deswegen mehr Beiseite legen. Durch so Aussagen werden noch mehr Wutbürger produziert. ….ich trete hoch und das hoffentlich nicht alleine….

Spaltprodukt

Ich will das nicht mehr hinnehmen__hab’ das nicht kommen sehen
Ich kann das gar nicht glauben__dieses Land will man nicht mehr verstehen
jetzt stehst du da__stehst wo all die anderen stehen
wird man wohl sagen dürfen__die haben’s auf uns abgesehen
sie haben gesagt__die haben ‘nen anderen Hintergrund
das kann nicht klappen__diese Normen sind zu ungesund
wer lässt die Häuser brennen?__ich seh’ Pegioten flennen
wer gibt mir was?!__so’n bißchen Krieg__uns soll ‘ne Grenze trennen

und sie spalten immer weiter…weiter
wir waren nie bereiter…reiter
uns wieder umzudrehen und hier nicht wegzusehen

und es ist soweit__ihr könntet wieder jemand sein
drum wird getreten__nach unten dürfte leichter sein
doch schau ruhig hin__sie indoktrieren hier schon seit Jahren
Prinzip Angst__und du bist hinterher gefahren
ich werd’ nicht aufgeben__menschlich nicht drangeben
die haben so hart gekämpft__wir lassen`s sie nochmal erleben
ich sehe klar__eure Lösung ist nicht meine
ich trete hoch__und das hoffentlich nicht alleine

und sie spalten immer weiter…weiter
wir waren nie bereiter…reiter
uns wieder umzudrehen und hier nicht wegzusehen

4 Songs in 4 Jahren…

….meinte ich natürlich. Mein Arbeitstempo lässt unmöglich mehr zu.
Egal. Ich war nie zufrieden mit der Musik für einen Song, den ich schon aufgenommen hatte. Klang wild und hallig, zu Tode komprimiert und übelst gemixed. Aber ich mochte den Text. Inspiration brachte meine neue Gitarre. Gekauft, zuhause ausgepackt, an den Fender Deluxe angeschlossen und 2 Minuten später war das Riff da. Der Rest hat nicht lange gebraucht. Hier meine neue Lieblingsgitarre, sehr inspirierend:

Cabronita

Hier der Song: „Risse“

„Lass’ gut sein, diese Welt ist immer da, so sehr du auch versuchst mit dir und mir alleine zu sein
denn da sind Wunden, die reißen immer fort, die öffnen diesen Ort, die zeigen daß du bei mir bist

denn all die Risse in der Haut zeigen wo du herkommst, obwohl ich weiß das du das eigentlich nicht willst
doch all die Risse in der Haut zeigen das da was lebt, daß dich der Schmerz immer noch tief bewegt
durch die Risse kommt das Licht rein – ja, da kommt das Licht rein

du wirst es nicht ändern, was geschehen ist ist geschehen, eines Tages wirst du sehen, daß es immer noch dazu gehört
doch der Wein lässt dich schlafen, du suchst den sicheren Hafen, für hier und jetzt hast du ein Zeichen gesetzt

denn all die Risse in der Haut zeigen wo du herkommst, obwohl ich weiß das du das eigentlich nicht willst
doch all die Risse in der Haut zeigen das da was lebt, daß dich der Schmerz immer noch tief bewegt
durch die Risse kommt das Licht rein – ja, da kommt das Licht rein“